NEWSHUB
Bahn hat einen neuen Ansager
16.07.2019 18:37 Uhr
Eine Stimme für 20 Millionen Fahrgäste täglich

Frankfurt/Main, 17.07.19: Egal ob hier in Steinheim, im bayrischen Eisenstein, in Wittenberg, Stuttgart oder hier in Hannover. Seine Ansagen werden bald an allen Bahnhöfen Deutschlands zu hören sein. Denn Heiko Grauel ist die neue Stimme der Deutschen Bahn, und damit schon bald eine der bekanntesten Stimmen Deutschlands 60 Stunden lang dauerten die Aufnahmen, verteilt auf vier Wochen. Mehr als 14 000 einzelne Zeilen hat Grauel dafür abgelesen, vier bis fünf Stunden am Tag verbrachte er in der Aufnahmekabine und musste auch scheinbar Unsinniges ins Mikro sprechen. «Restliche Kräuter grob abzupfen.» Aus den Sätzen, die der Hesse im Tonstudio eingesprochen hat, werden die automatischen Durchsagen für alle rund 5700 Bahnhöfe des Unternehmens produziert. Das kann selbst der Sprecher noch gar nicht fassen. Heike Grauel, gibt der Bahn seine Stimme. «Man hört seine Stimme ja sonst nicht. Außer man hat sein Hörbuch dabei. Also das ist schon ...ungewöhnlich.» Grauel setzte sich unter Hunderten professionellen Sprechern bei einem Casting durch. Dabei ging es darum, eine Stimme zu finden, die auch an lauten Bahnhöfen deutlich zu verstehen ist. «Ich wusste vom Casting ungefähr, wie es klingen muss und so konnte und musste ich mich kaum vorbereiten oder verstellen. Das wäre auch gar nicht gegangen in der Kürze der Zeit.» Immer wieder muss er die Sätze wiederholen. Angemessen und sachlich. Die Bahn führt gemeinsam mit der neuen Stimme eine neue Technologie ein. Eine Software zerhackt die aufgenommenen Sätze in einzelne Laute, um sie zu einer beliebigen Auswahl an neuen Sätzen zusammenzufügen.

Auch interessant
Stickoxid-Wert 2018 in 57 Städten zu hoch - Tendenz sinkend
Abgasmanipulation: Rückruf für 60 000 Mercedes-Diesel
München: E-Tretroller im Visier der Polizei
Motorradstaffel versorgt schwitzende Autofahrer
Sonniger Arbeitsplatz mit 730 PS auf der Kieler Förde
In Anklam ist der Trabi los