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Über das Gremium zur Kapitol-Attacke am 6. Januar gibt es schon seit langen immer wieder Zoff. Jetzt hat es zwischen Demokraten und Republikanern wieder gekracht - und zwar heftig. US-Präsident Biden hatte bei einer Bürger-Fragestunde im TV aber eine klare Botschaft.
22.07.2021 08:07 Uhr
USA: Zoff um Gremium zu Kapitol-Attacke

Washington, 22.07.21: Trotz einer neuen Eskalation um den Ausschuss zur Untersuchung der Attacke auf das Kapitol am 6. Januar glaubt US-Präsident Joe Biden an eine Zusammenarbeit zwischen Demokraten und Republikanern. «Aber ich denke, das alles beginnt sich zu bewegen. Ich meine nicht von heute auf morgen, versteht mich nicht falsch,» sagte Biden am Mittwochabend in einer Bürgersprechstunde des Senders CNN. Aber, der der «Brunnen» sei innerhalb der vergangenen vier Jahre sehr vergiftet worden.Zuvor hatte es heftigen Streit über den Ausschuss im Repräsentantenhaus zur Untersuchung der Attacke auf das Kapitol am 6. Januar gegeben. Nancy Pelosi, die Vorsitzende der Kongresskammer, hatte zwei der fünf Kandidaten der Republikaner für das Gremium abgelehnt. Die beiden gelten als treue Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump. Der republikanische Minderheitsführer drohte daraufhin, dass die Republikaner den Ausschuss boykottieren würden.Der Ausschuss soll die Hintergründe des Angriffs auf das Kapitol untersuchen. Anhänger Trumps hatten am 6. Januar den Sitz des US-Kongresses in Washington erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist.Biden sagte mit Blick auf Verschwörungstheorien: «Es ist mir egal, ob Sie denken, ich sei der wiedergeborene Satan. Tatsache ist, Sie können nicht auf den Fernseher schauen und sagen, dass am 6. (Januar) nichts passiert ist.» Und weiter: «Sie können nicht auf Menschen hören, die sagen, das war eine friedliche Demonstration.» «Was sagen Sie Ihren Enkeln oder Ihren Kindern über das, was hier passiert?», fragte Biden.

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