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Was tun mit der neugewonnenen «Freizeit»? In Koblenz haben sich rund 60 Freiwillige für den unterstützenden Einsatz in der Grundversorgung von Corona-Patienten schulen lassen.
24.03.2020 08:24 Uhr
Corona: Freiwillige lassen sich für Pflege schulen

Koblenz, 24.03.20: Sie sind unbezahlbar. Vor allem in der Krise: Freiwillige. Angesichts der rasant steigenden Zahl von Corona-Patienten lassen sich in Koblenz rund 60 Freiwillige für deren Grundversorgung im Krankenhaus schulen. Durch einen Aufruf aufmerksam gemacht, haben sich Interessenten quer durch verschiedene Ausbildungs-, Berufs- und Altersgruppen gemeldet.Am Montag startete der voraussichtlich zweitägige Kurs in zwei Gruppen.Silvia Pelikan ist eine der Dozentinnen. Sie vermittelt Grundkenntnisse zum Corona-Virus und zu den Risikogruppen sowie zur Pflege und Hygiene in Kliniken. Es gehe unter der Aufsicht von Fachkräften vor allem um unterstützende Tätigkeiten, die in den nächsten Tagen und Wochen eine zunehmend wichtige Rolle spielen.O-TON Silvia Pelikan, schult Freiwillige«Was ist das für ein Virus, was macht das für Symptome, wer ist die Risikogruppe, aber auch Basics in der Pfeleg. Also wie kann man Pflegebedürftige in der Körperhygiene unterstützen, in der Mobilisation in der Lagerung, was die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme angeht. Das sind unsere Themen, die wir mit den Freiwilligen hier besprechen.»In einer angespannten Zeit in der sich viele selbst am nächsten sind, mache es viel Mut und Hoffnung, dass so viele Freiwillige helfen wollten.Viele Teilnehmer nutzen vor allem die neugewonnene «Freizeit», oder besser: Freie Zeit.VOX-POPS TeilnehmerDer Grundgedanke aller ist, anderen Menschen zu helfen. Das könnte und sollte doch Schule machen.

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