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Obstlandwirte in Baden-Württemberg müssen derzeit mit Feuerkerzen und Eispanzern gegen den Frost gekämpft. Grund sind Temperaturen von unter Minus vier Grad. Die Kälte gefährdet die Blüte und damit die gesamte Ernte.
24.03.2020 10:03 Uhr
Obstbauern kämpfen mit Feuer und Eis gegen Frost

Efringen-Kirchen, 24.03.20: Obstlandwirte in Baden-Württemberg kämpfen dieser Tage mit Feuerkerzen und Eispanzern gegen den Frost. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sanken die Temperaturen mancherorts im Südwesten auf unter minus vier Grad. Beim Steinobst eine sehr kritische Wettersituation, da die Blüten erfrieren können. Landwirt Kevin Brändlin bekämpft den drohenden Frost deshalb mit Feuer:O-TON Kevin Brändlin, Betriebsleiter Obsthof Brändlin«In diesem Stadium ertragen die Obstbäume je nach Kutur, je nach Sorte maximal zwischen minus 1 und minus 3 Grad, deswegen haben wir jetzt hier Frostkerzen angezündet, um die Temperatur in der Anlage ein bisschen zu steigern, damit die Blüte nicht erfriert und wir trotzdem noch Obst ernten können.»Zusätzlich hängen noch Hagelnetze über den Bäumen, damit sich die Wärme darunter besser verteilen kann.In Denzlingen (Kreis Emmendingen) wurde genau das Gegenteil versucht. Hier wurde in der Nacht von Landwirten Wasser auf die Kirschbäume gespritzt. Auf den Bäumen und Blüten bildete sich dadurch ein dicker Eispanzer, der Schutz bieten soll.Ob die Maßnahmen geholfen haben, werde sich aber erste eine Woche später zeigen. Für die Landwirte eine nervenaufreibende Zeit.

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