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Kanzler Kurz muss den Abgeordneten im Ibiza-Untersuchungsausschuss vier Stunden lang Rede und Antwort stehen. Zugespitzt lautet der Verdacht: Hatte Österreich unter der ÖVP-FPÖ-Regierung Züge einer Bananenrepublik?
24.06.2020 17:22 Uhr
Österreichs Kanzler Kurz vor Ibiza-Untersuchungsausschuss

Wien, 24.06.20: Die mehrstündige Befragung des 33-jährigen Regierungschefs durch den Ausschuss war geprägt von vielen Wortduellen. Sie wurde zum zähen Ringen um einen Blick hinter die Kulissen der von 2017 bis 2019 regierendenÖVP-FPÖ-Koalition. Der Verdacht der Opposition: Parteispender und Unternehmen hätten sich damals Gesetze kaufen können; lukrative Posten seien in der Hoffnung auf Wohlwollen an FPÖ-Politiker gegangen, die Macht sei zu Lasten des Steuerzahlers missbraucht worden. Der Nährboden für diesen Verdacht ist das 2017 entstandene und 2019 veröffentlichte Ibiza-Video. Darin wirkt der damalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache anfällig für Korruption, scheint einer angeblichen Oligarchen-Nichte Staatsaufträge gegen Parteispenden in Aussicht zu stellen. Die rechtskonservative Koalition zerbrach an dem durch das Video ausgelösten Skandal.

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