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Die «Wirtschaftsweisen» halten eine schwere Rezession in Deutschland durch die Folgen der Coronavirus-Krise für unvermeidbar. Der Sachverständigenrat legt dem drei denkbare Szenarien zugrunde.
30.03.2020 14:20 Uhr
«Wirtschaftsweisen» sagen schwere Rezession bevor

Berlin, 30.03.20: Die «Wirtschaftsweisen» halten eine schwere Rezession in Deutschland durch die massiven Folgen der Coronavirus-Krise für unvermeidbar. In einem am Montag vorgelegten Sondergutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung heißt es: Die deutsche Wirtschaft werde 2020 deutlich schrumpfen.Wie schlimm es genau kommt, sei derzeit wegen großer Unsicherheiten unklar. Der Sachverständigenrat als Beratergremium der Bundesregierung legt drei denkbare Szenarien zugrunde.In allen würde die Ausbreitung des Corona-Virus die sich abzeichnende konjunkturelle Erholung abrupt beenden, sodass eine Rezession im ersten Halbjahr 2020 in Deutschland nicht zu vermeiden sein werde.Als derzeit wahrscheinlichste Entwicklung sehen die Ökonomen eine Normalisierung der wirtschaftlichen Lage über den Sommer, so dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) unter dem Strich in diesem Jahr um 2,8 Prozent schrumpft. Zum Vergleich: 2009 war die größte europäische Volkswirtschaft infolge der globalen Finanzkrise um 5,7 Prozent eingebrochen.In den beiden ungünstigeren Szenarien wäre aus Sicht der Wirtschaftsweisen ein tieferer Einbruch 2020 denkbar, dem unter Umständen eine nur sehr schleppende Erholung 2021 folgt.

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